Sie kamen zu Fuß, mit dem Zug, Autos, Lieferwagen und Bussen zum 4. Science Teaching Festival in die Johannes Kepler Universität Linz am 25. und 26. Februar 2010. Sie kamen schon früh morgens halb acht und warteten geduldig bis die Anmeldung öffnete. Sie kamen aus allen Bundesländern Österreichs und repräsentierten alle Schultypen. Zwei Ausstellungshallen, Seminarräume und Hörsäle waren in wenigen Stunden von den ProjektleiterInnen und ihren SchülerInnen präsentationsfähig hergerichtet. Einige fanden sogar Zeit dem Ars Electronica und dem Biologiezentrum noch einen Besuch abzustatten. Hoch motiviert und erwartungsvoll fanden sich alle pünktlich um 12 Uhr zur Eröffnung ein. Frau Vizerektorin Prof. Dr. Kotsis eröffnete als Gastgeberin des Hauses (JKU) die Ausstellung. Sie zeigte sich hocherfreut über eine solch große Beteiligung und so viele verschiedene Projekte der Naturwissenschaften vorgestellt von der nächsten Generation.
Die Vorsitzende des Vereins und Koordinatorin der Konferenz Frau F. Krotscheck dankte allen TeilnehmerInnen und betonte, dass die anwesenden Lehrer und Lehrerinnen diejenigen sind, die an vorderster Front die Umgebung gestalten um gegenseitiges Lernen möglich zu machen und damit zur Motivierung der Schüler und Schülerinnen für Naturwissenschaften und Technik beitragen. Diese Arbeit, oft in der Freizeit gemacht, ist Wertschöpfung und soll mit diesem Wettbewerb die verdiente Wertschätzung erfahren. Es geht auch nicht nur um „wer gewinnt“ sondern ebenfalls um „was kann ich für meinen Unterricht von anderen Projekten lernen “.
Von da an übernahm Dr. J. Jaklin das Mikrofon als Moderator und führte zwei Tage lang eloquent und mit Humor durch das komplexe Programm und den schwierigen Zeitplan. Die Mitglieder der Jury begannen sofort inkognito die interaktiven Ausstellungen zu besuchen. Sie hatten die schwierigste Aufgabe, alle einundvierzig Projekte zu beurteilen und konnten dabei ihre eigene Fachkenntnis sinnvoll einsetzen.
Die Schüler und Schülerinnen, oft bereits seit früh um 6 Uhr unterwegs, meldeten Hunger an und lösten ihre Mensakarten in der Mensa der JKU zum Mittagessen ein. So weit bekannt wurde sind alle gut satt geworden und neue Energien für die eigene Präsentation waren bereit.

Ging man durch die Räume und Flure gab es an jedem Stand Kinder und Fachleute die bis ins Detail ihr Projekt darstellen konnten. Alles war bunt gemischt und deshalb so spannend sich immer wieder neu auf Neues einzulassen: Ein Feuerwerk der Ideen in allen Bereichen der Naturwissenschaften. Man brauchte ein Pause und die bot sich an, als MR Dr. Dorninger um 15 Uhr alle um sich versammelte und als Repräsentant des BMUKK, der größte Sponsor des Events, die Wichtigkeit der Arbeit der Lehrer und Lehrerinnen betonte, die Erneuerung von „unten her “ hervorhob, damit Österreichs heranwachsende Generation im europäischen und internationalen Raum wettbewerbsfähig bleibt. Das Plakat Logo mit dem grünen Baum in der Glühbirne signalisiert für ihn Natur, Wissen und Technik und dass das eine nicht ohne Rücksicht auf das andere weiterkommt.
Die anschließende Kaffeepause wurde zu guten Gesprächen und Austausch genutzt bevor das Programm weiterlief. Der Nachmittag war vorüber und der letzten Vorstellung wurde applaudiert und sofort musste man sich auf den Weg zum Empfang der OÖ Landesregierung machen, in den barocken Redoutensaal gegenüber dem Landhaus.
Festlich gedeckte Tische erwarteten die endlos hereinströmenden SchülerInnen und LehrerInnen. Getränke standen bereit und pünktlich begann Dr. Christian Gottfried, der „Urvater“ von Science on Stage in Österreich, durch das Programm zu führen. Das eigens aus Wien angereiste Streicherinnen Trio eröffnete mit einem Allegro Moderato aus dem 1. Londoner Trio von Joseph Haydn.
Frau LAbg. Eva Maria Gattringer, als Vertreterin der Landesregierung OÖ, begrüßte die TeilnehmerInnen aus ganz Österreich sehr herzlich wobei sie besonders die Jugend ermunterte weiterhin sich für Naturwissenschaft und Technik zu interessieren um vielleicht später eine Karriere daraus zu machen.
Eine kurze Rückblende auf Physics on Stage und das sich daraus entwickelnde Science on Stage konnte nicht authentischer präsentiert werden als durch Dr. Gottfried.
Dem nächsten musikalischen Intermezzo aus den Wiener Serenaden Trios von W.A. Mozart folgte eine Erfolgsgeschichte eines Science on Stage Projektes das inzwischen internationale Anerkennung und Verbreitung erfuhr "Raucherprävention". Dr. Klaus Schröcker aus Bregenz faszinierte mit der Entwicklungsgeschichte eines Kooperationprojektes zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz. Das Streicherinnen Trio rundete den formellen Teil mit einem weiteren Beitrag aus den Londoner Trios von Joseph Haydn ab.
Ein kleiner Umbau auf der Bühne ließ das Publikum im dunklen Saal gespannt warten bis ohrenbetäubende Rhythmen aufschrecken ließen und Scheinwerfer fliegende Scheiben und Ringe anstrahlten: die Weltmeister im Partner Jonglieren „Duo Jonglissimo“(Gebrüder Mitasch) traten auf und hielten 20 Minuten lang die Menge in Atem mit ihrer gloriosen Darstellung der scheinbar leichthändig wirbelnden Keulen, Bälle, Ringe sich ständig vermehrend treffsicher in immer neuen Kombinationen. Tosender Applaus dankte es ihnen!
Etwas ausgeruht, energetisch aufgeladen aber auch sehr hungrig wurde das kalte Buffet im Spiegelsaal gestürmt und es war fast wie im Schlaraffenland: die Teller füllten sich immer wieder von Neuem; niemand musste hungrig zurück ins Hotel oder nach Hause gehen. Aber viele nutzten den Abend auch zu interessanten Gesprächen, tauschten sich aus oder lernten sich kennen; die große Anzahl der SchülerInnen integrierten sich unter den ca 180 Anwesenden problemlos.
Der Freitag morgen begann gleich mit einem sportlichen Einstieg in die Welt des Jonglierens; wieder waren die Brüder Mitasch zur Stelle und gaben Unterricht im Jonglieren für alle die wollten; ein besseres Aufwärmtraining für die kleinen grauen Gehirnzellen hätte es nicht geben können denn nun waren drei Stunden Vorträge, Workshops und Präsentationen angesagt.

Der Höhepunkt des Tages war zweifelsfrei der Besuch von Frau M. Fischer, die als Vorsitzende des SCN das Projekt „Hands on X Netz“ vorstellte und die TeilnehmerInnen beglückwünschte. Dieses Projekt fand seinen Abschluss an diesem Tag und wurde fachkundig von Kindern und Jugendlichen präsentiert. Frau Fischer nahm sich aber auch Zeit durch die Ausstellung zu gehen und mit den präsentierenden SchülerInnen zu unterhalten. Während dieser Zeit lieferten die Juroren ihre Bewertungen ab und während der Mittagspause in der Mensa wurden die Ergebnisse ausgerechnet, noch einmal von der Jury bestätigt und etwas verspätet den spannungsvoll wartenden TeilnehmerInnen durch Frau Fischer bekannt gegeben. Es sind folgende Beiträge:
Diese neun Projekte werden Österreich im Jahr 2011 beim Europäischen Science on Stage Festival in Kopenhagen vertreten.