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Eine Ersatzhandlung der Naturwissenschafter? |
Haben die Naturwissenschaften
es nötig, dass man sie auf die Bühne holt, um Shows abzuziehen? Sollte nicht allein die
Qualität ihrer Ergebnisse der Wertmaßstab für sie sein? Dem Privileg der Naturwissenschafter von einem quasi geschützten
Arbeitsplatz zu profitieren, müssen deren ernsthafte Arbeit in den Labors und an den Schreibtischen gegenüber stehen
und nicht Aufmerksamkeit heischende Ersatzhandlungen.
Dass der Transfer aber
gelingen kann, zeigt das Projekt der Direktorin der Volkschule in Lichtenberg bei Linz,
Frau Ida Regl, die übrigens dafür einen der vier "European Science Teaching Awards" des SoS2
Festivals in Grenoble errang. Mit ihrem Projekt
Sunny Side Up erregte sie nicht nur Neugierde an der Physik der
Sonne, sondern auch den Wunsch, sich physikalisch weiterzubilden. Eltern traten nach Beendigung des Projekts an Frau
Regl mit der Bitte nach Fortbildung heran.
Das im
Europol Congress Center Grenoble einquartierte SoS2 Festival vom
2. bis 6. April 2007, Höhepunkt von SoS2, war eine gelungene Mischung aus Plenarveranstaltungen, Parallelsitzungen
mit Arbeitsgruppen zu den verschiedensten naturwissenschaftlichen Themen, und den sehr ertragreichen "Fair Sessions",
in denen die österreichischen Beiträge großes
Interesse fanden und die Beiträge aus den anderen europäischen Ländern unseren Delegationsmitgliedern eine Fülle
von Anregungen und Material boten. Österreich trug auch die Gestaltung eines
Workshops und einer
"on stage activity" bei. Das Ganze fand in einer Atmosphäre statt, die grenzüberschreitende
Kollegialität bereichernd und konstruktiv empfinden ließ.